Hohe Ziergräser wirken im Herbst oft zerzaust, und viele greifen deshalb zur Schere. „Natur im Garten“ empfiehlt das Gegenteil: Die Halme bleiben stehen und werden zusammengebunden. Hier lesen Sie, warum das so empfohlen wird, wie das Binden geht und wann der Rückschnitt dran ist. Was bei Beetstauden ansteht, steht im Ratgeber Stauden im Herbst zurückschneiden.
Warum Ziergräser nicht im Herbst schneiden?
Laut „Natur im Garten“ sollen Ziergräser nicht zu Winterbeginn, sondern erst im zeitigen Frühjahr zurückgeschnitten werden. Der Gartenkalender der Initiative nennt zwei Gründe: Gräser sehen im Winter besonders schön aus, und abgeschnittene Gräserschäfte könnten durch gesammeltes Wasser auffrieren. Deshalb werden die Gräser zusammengebunden.
So binden Sie die Halme zusammen
Das Zusammenbinden betrifft vor allem hohe, horstig wachsende Arten. Laut „Natur im Garten“ werden höhere und horstig wachsende Arten im Herbst als Schutz vor zu viel Feuchtigkeit und vor Frost zusammengebunden. Das Wasser läuft dann außen ab, und der Wurzelstock verfault nicht.
- Kürzen Sie die Halme nicht, sie bleiben in voller Länge.
- Fassen Sie die Halme zu einem Schopf zusammen.
- Binden Sie den Schopf mit einer starken Schnur aus Naturmaterial fest zusammen. So schreibt es „Natur im Garten“ in seiner Anleitung „Ziergräser: Pflege für den Winter“.
Empfindliche Arten zusätzlich schützen
Bei empfindlichen Gräsern bringen Sie nach „Natur im Garten“ im Wurzelbereich trockenes Laub als schützende Schicht auf und bedecken es mit Reisig. Welche Arten als empfindlich gelten, nennt die Quelle nicht. Fragen Sie dazu in der Gärtnerei nach, bei der Sie die Pflanze gekauft haben. Warum Laub im Garten bleiben darf, lesen Sie im Ratgeber Laub im Garten.
Rückschnitt im Frühjahr
Im Frühling schneiden Sie die höheren, horstig wachsenden Gräser laut „Natur im Garten“ auf etwa eine Handbreit zurück. Es dauert dann ein paar Wochen, bis sie wieder durchtreiben. Einen festen Tag nennt die Quelle nicht: Als Spanne gilt das zeitige Frühjahr.
Eine Ausnahme gibt es bei wintergrünen Arten: Wintergrüne, bodendeckende und polsterartig wachsende Gräser erhalten laut „Natur im Garten“ keinen regelmäßigen Rückschnitt. Sie werden lediglich verjüngt, wenn sie von innen verkahlen, oder bei Bedarf zurückgeschnitten.
Auf einen Blick
- Hohe, horstige Ziergräser im Herbst nicht schneiden, sondern zusammenbinden.
- Schopf mit starker Schnur aus Naturmaterial fest binden.
- Empfindliche Arten: trockenes Laub im Wurzelbereich, darüber Reisig.
- Hohe, horstige Arten im zeitigen Frühjahr auf etwa eine Handbreit zurückschneiden.
- Wintergrüne, polsterartige Arten nicht regelmäßig schneiden.
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Weitere Beiträge zu Stauden, Gräsern und Gehölzen finden Sie in der Rubrik Pflanzen. Was im November sonst ansteht, zeigt der Gartenkalender November.