Karotten, Rote Rüben und Sellerie lassen sich nach der Ernte einlagern, wenn Gemüse, Sand und Lagerraum zusammenpassen. Diese Anleitung zeigt, wie Sie das Gemüse ernten und vorbereiten, in Sand einschlagen, welche Temperatur und Luftfeuchte „Natur im Garten“ und „Die Umweltberatung“ nennen und was Sie tun, wenn Sie keinen Keller haben.
Ernte: trocken und unbeschädigt
„Natur im Garten“ beschreibt in seinem Beitrag „Gemüse einlagern“ (20.10.2021), dass Wurzelgemüse an einem trockenen Tag vorsichtig mit der Grabgabel aus dem vorher rundherum gelockerten Boden gehoben wird. Die Initiative betont außerdem: Nur unbeschädigtes Gemüse kann eingelagert werden („Natur im Garten“, Gemüse einlagern). Der Blog von „Natur im Garten“ ergänzt: „Beschädigte Wurzeln werden nicht eingelagert, sondern alsbald verbraucht.“
Einen festen Erntetag nennen die ausgewerteten Quellen nicht. Der Zeitpunkt hängt von Lage, Wetter und Sorte ab; achten Sie vor allem darauf, dass der Boden trocken ist. Was im Garten sonst ansteht, steht im Gartenkalender Oktober und im Gartenkalender November.
Vorbereiten: Grün abdrehen, nicht waschen
Im Blog von „Natur im Garten“ heißt es, dass der grüne, krautige Teil, sofern vorhanden, vor dem Einlagern abgedreht und entfernt wird. Gewaschen wird das Gemüse nicht, um die Oberfläche nicht unnötig aufzurauen („Natur im Garten“ Blog, „Aus der Erde – in den Sand“). Auch „Gemüse einlagern“ nennt das Gemüse „nicht gewaschen“.
Der richtige Raum: Temperatur und Luftfeuchte
Die beiden Quellen nennen unterschiedliche Bereiche. Entscheidend ist bei beiden, dass das Gemüse kühl, aber ohne Frost lagert:
- „Natur im Garten“: Für Wurzelgemüse gilt grundsätzlich: je kühler, desto besser, aber unbedingt frostfrei. 2 bis 7 °C wären ideal. Erdkeller erreichen laut dem Blog meist etwa 8 °C, im Erdkeller sind 85 bis 90 Prozent relative Luftfeuchtigkeit ideal.
- „Die Umweltberatung“: Gemüse lagert man am besten getrennt vom Obst bei 1 bis 5 °C in einem gut belüftbaren Raum, die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 80 und 90 Prozent liegen („Die Umweltberatung“, Tipps zur Ernte und Lagerung von Gemüse).
Beide Angaben überschneiden sich zwischen 2 und 5 °C. Eine Besonderheit nennt „Natur im Garten“ bei den Roten Rüben: Sie können bei Lagertemperaturen unter 5 °C unter Umständen schwarze Flecken bekommen. Messen Sie deshalb die Temperatur im Raum, statt sie zu schätzen.
Zu feucht ist ebenfalls ungünstig: Laut „Die Umweltberatung“ lässt eine Luftfeuchtigkeit über 95 Prozent das Lagergut verfaulen, in trockenen Räumen kommt es zur Einschrumpfung. Ist es zu trocken, hilft laut „Natur im Garten“ der Einschlag in feuchten Sand, der bei Bedarf neu befeuchtet wird.
Nicht neben dem Obst
Beide Quellen raten, Gemüse getrennt vom Obst zu lagern. „Natur im Garten“ schreibt wörtlich: „Lagern Sie Obst, insbesondere Äpfel, niemals gemeinsam mit Gemüse!“ Begründung: Die Früchte produzieren während der Lagerung jede Menge Ethylen.
Schritt für Schritt: Sandkiste im Keller
Im Blog von „Natur im Garten“ wird als Beispiel die Holzkiste genannt: Auf den mit Sand bedeckten Boden kommt schichtweise das Wurzelgemüse. Dort gehören Karotten, Petersilienwurzeln, Winterrettiche, Rote Rüben und Knollensellerie zu den Gemüsen, denen man im Lager fast vorgaukelt, sie wären noch draußen im winterlichen Garten in der Erde. „Die Umweltberatung“ schreibt, dass Karotten in feuchtem Sand eingeschlagen werden.
- Gemüse an einem trockenen Tag ernten und nur unbeschädigte Stücke aussortieren.
- Grün abdrehen, nicht waschen.
- Eine Kiste mit Sand am Boden vorbereiten. Der Sand soll laut „Natur im Garten“ leicht feucht, aber nicht nass sein.
- Das Wurzelgemüse schichtweise einlegen und mit Sand bedecken.
- Die Kiste an einen kühlen, frostfreien Platz stellen, der den oben genannten Bereichen entspricht.
- Obst fernhalten.
Statt Sand nennt „Natur im Garten“ auch ein Gemisch aus Sägespänen und Kokosfasern. Für Karotten beschreibt der Blog außerdem einen Eimer, in den man Karotten stellt und Sand daraufkippt, bis er voll ist.
Ohne Keller: die Erdmiete
Wer keinen Erdkeller, aber viel Wurzelgemüse hat, kann laut „Natur im Garten“ im Garten eine Erdmiete anlegen. Gemeint ist eine mit Stroh isolierte und mit Hasendrahtgitter geschützte Erdgrube. Der Blog beschreibt den Aufbau so:
- Die Grube wird an einer geschützten Stelle ausgehoben. Je tiefer sie ausfällt, desto weniger kommt es zu Temperaturschwankungen.
- Rundherum und an der Unterseite wird sie mit Hasengitter ausgelegt, damit sie mausesicher ist.
- Das ungewaschene, trockene Gemüse wird auf eine Sand- und Strohschicht am Boden der Grube gebettet und mit Laub oder Stroh zugedeckt.
- Ein Deckel obenauf, zum Beispiel aus Brettern, wird ebenfalls mit isolierenden Schichten versehen.
- Herausgeholt wird das Gemüse ausschließlich an frostfreien Wintertagen.
Konkrete Maße für die Grube nennen die ausgewerteten Quellen nicht. Beachten Sie vor dem Graben, ob Leitungen im Boden liegen, und klären Sie bei Unsicherheit, was auf Ihrem Grundstück erlaubt ist.
Kontrolle im Winter
Ein festes Kontrollintervall nennen die ausgewerteten Quellen nicht. Hinweise gibt es zu zwei Punkten. Erstens der Sand: Er wird laut „Natur im Garten“ bei Bedarf neu befeuchtet. Zweitens die Luft: Wird der Sauerstoffgehalt zu gering, „ersticken“ die Lagerprodukte laut dem Blog und fangen an zu gären. Abhilfe schafft regelmäßiges Lüften. Im Winter kann man bei Außentemperaturen unter null durch Lüften die Temperatur etwas absenken; Minusgrade im Lagerraum sollten Sie dabei laut „Natur im Garten“ vermeiden.
Sehen Sie bei jedem Entnehmen nach, ob der Sand noch leicht feucht ist und ob das Gemüse einwandfrei aussieht. Zeigt sich Fäulnis, nehmen Sie das betroffene Stück aus der Kiste, damit es die übrigen nicht berührt.
Auf einen Blick
- Ernte an einem trockenen Tag, nur unbeschädigtes Gemüse einlagern.
- Grün abdrehen, nicht waschen.
- Laut „Natur im Garten“ sind 2 bis 7 °C ideal, laut „Die Umweltberatung“ 1 bis 5 °C. Immer frostfrei.
- Rote Rüben können unter 5 °C laut „Natur im Garten“ schwarze Flecken bekommen.
- Luftfeuchtigkeit: 85 bis 90 Prozent im Erdkeller („Natur im Garten“), 80 bis 90 Prozent („Die Umweltberatung“).
- Gemüse in leicht feuchten Sand einschlagen, Obst getrennt lagern.
- Ohne Keller: Erdmiete mit Hasengitter und Stroh, nur an frostfreien Tagen öffnen.
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