Letzter Rasenschnitt im Herbst: Zeitpunkt und Schnitthöhe

Grauer Rasenmäher mit Fangsack auf frisch gemähtem Rasen, dahinter Beete mit Herbstlaub und ein Haus in tiefstehender Sonne.

· aktualisiert am · Rasen & Boden

Der letzte Schnitt entscheidet mit darüber, wie der Rasen in den Winter geht: Zu lange Halme gelten als Risiko für Pilzbefall, liegengebliebenes Laub kann die Gräser ersticken. Hier lesen Sie, wann Sie zum letzten Mal mähen, auf welche Höhe Sie einstellen und was vorher von der Fläche muss. Düngen und Nachsaat stehen im Ratgeber Rasen im Herbst: Was im Oktober noch zu tun ist.

Wann ist der letzte Schnitt fällig?

Einen festen Tag für den letzten Schnitt gibt es nicht, er richtet sich nach Wetter und Wuchs. Eine Gartenexpertin sagte im ORF Radio Vorarlberg (06.09.2024), für Mähen, Düngen und Vertikutieren sei bis Mitte Oktober noch eine gute Zeit.

Mähen Sie nur bei trockenem Gras: Laut Karl Ploberger im ORF Radio Wien werden feuchte, frisch geschnittene Gräser leichter von Pilzkrankheiten befallen. Nach einer Frostnacht gilt laut Ploberger „Betreten verboten“, denn die Gräser seien dann „wie Glas“ und brächen. Warten Sie, bis der Raureif aufgetaut ist.

Wie hoch beim letzten Rasenschnitt?

Kurz gesagt: Die österreichischen Quellen nennen für den letzten Schnitt im Herbst 4 bis 6 Zentimeter, also etwas höher als im Sommer, aber nicht kurz.

Regina Metzler-Mattes sagt im ORF Radio Vorarlberg, beim letzten Schnitt sei es wichtig, den Rasen auf 5 bis 6 Zentimeter zu schneiden. Sonst würden die langen Halme im Winter plattgedrückt, und das begünstige schadhafte Rasenpilze. „Natur im Garten“ nennt als empfohlene Schnitthöhe circa vier Zentimeter, im Herbst gerne höher (Presseaussendung vom 24.09.2019). Beides weist in dieselbe Richtung: etwas höher als im Sommer, aber nicht kurz.

Ist der Rasen hoch gewachsen, kürzen Sie nicht in einem Zug. „Natur im Garten“ nennt als Richtwert, je Mähdurchgang nur etwa ein Drittel der Wuchshöhe zu entfernen. Bei sehr hohem Gras heißt das: lieber in zwei Durchgängen kürzen als in einem.

Laub vorher von der Fläche holen

Falllaub sollte laut „Natur im Garten“ von Rasenflächen entfernt werden, weil es bei Feuchtigkeit zu dichten Platten zusammenpappt und die licht- und lufthungrigen niedrigen Gräser erstickt. Für leichtes, trockenes Laub nennt die Autorin des Blogs einen Rasenmäher mit Fangsack, der sammelt und häckselt zugleich. Laub muss nicht weg: In Staudenbeeten und unter Sträuchern darf es liegen bleiben, mehr dazu im Ratgeber Laub im Garten. Der letzte Rasenschnitt eignet sich laut Katja Batakovic („Natur im Garten“, ORF.at, 13.11.2022) zum Abdecken von offenem Boden, sollte aber dünn aufgetragen werden, weil er sonst matschig wird.

Pilze und Schneeschimmel

Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) beschreibt Schneeschimmel als weit verbreitete Krankheit, die häufig auch auf Rasenflächen und Ziergräsern zu finden ist.

Beim letzten Schnitt haben Sie selbst in der Hand: bei trockenem Gras mähen, auf 5 bis 6 Zentimeter statt zu lang schneiden und das Laub vorher von der Fläche holen. Pflanzenschutzmittel für den Hausgarten empfehlen wir hier nicht. Prüfen Sie die aktuelle Zulassung im Pflanzenschutzmittelregister und holen Sie sich Beratung.

Auf einen Blick

  • Kein fester Termin: Orientieren Sie sich an Wetter und Wuchs.
  • Nur bei trockenem Gras mähen und nicht auf gefrorener Fläche.
  • Letzter Schnitt etwas höher als im Sommer, nicht kurz.
  • Laub vorher vom Rasen entfernen.

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Nach dem letzten Einsatz kommt der Mäher an die Reihe: Gartengeräte einwintern. Was im November sonst ansteht, zeigt der Gartenkalender November.

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