Regentonne winterfest machen: Entleeren, abdecken, frostsicher lagern

Leere grüne Regentonne umgedreht an einer Hauswand, Deckel daneben angelehnt, das Fallrohr abgehängt, Laub am Boden

· aktualisiert am · Gartengeräte & Technik

Eine volle Regentonne im Frost ist ein Risiko: Gefrierendes Wasser braucht mehr Platz, und starre Wände geben nicht nach. Mit wenigen Handgriffen im Spätherbst kommt die Tonne unbeschadet durch den Winter. Hier steht, was zu tun ist.

Regentonne frostsicher machen: Warum sie leer sein sollte

„Natur im Garten“ erklärt im Beitrag „Regenwasser clever nutzen“: Wasser dehnt sich beim Gefrieren um ca. 9 Prozent aus und kann dabei enorme Sprengkraft entwickeln. Gefäße, die nicht tief im Boden versenkt sind, sollten deshalb im Winter entleert werden. Ausgenommen sind dehnbare Behälter. Nach dem Beitrag lassen Gefäße, die oben breiter sind als unten, dem Eis Platz nach oben; bei umgekehrter Form wird es schwieriger.

Wer eine Tonne besitzt, die ausdrücklich als frostsicher gebaut ist, darf sich auf ihre Bauweise stützen: „Natur im Garten“ rät in einem Gartentipp vom 10.09.2024 zu frostsicheren Regentonnen, in denen sich gefrierendes Wasser ausdehnen kann, ohne den Behälter zu zerstören. Prüfen Sie dazu die Angaben des Herstellers.

Schritt für Schritt

  1. Entleeren: Leeren Sie die Tonne im Spätherbst. Das Wasser müssen Sie nicht wegschütten: „Natur im Garten“ rät, es im Garten versickern zu lassen.
  2. Zulauf trennen: Am Fallrohr sitzt oft ein Regendieb oder Regensammler. Laut „Natur im Garten“ nimmt er das Wasser am Fallrohr ab, filtert Verschmutzungen heraus und wirkt als Überlaufschutz: Ist der Behälter voll, fließt das Wasser über das Fallrohr ab. Wie Sie das Gerät für den Winter umstellen oder abnehmen, steht in der Anleitung des Herstellers.
  3. Hahn öffnen: Bei entleerten Gartenleitungen empfiehlt Wiener Wasser, die Wasserhähne geöffnet zu lassen, damit die Dichtungen nicht anfrieren. Das bezieht sich auf Gartenleitungen; wir übertragen es auf die Regentonne und raten, auch deren Auslaufhahn nach dem Entleeren offen zu lassen.
  4. Umdrehen und lagern: In der Checkliste „Garten winterfit machen“ von „Natur im Garten“ heißt es: Regentonnen und Gießkannen ausleeren und umgedreht lagern.

Abdecken nicht vergessen

Steht die Tonne im Frühjahr wieder in Betrieb, gilt: „Natur im Garten“ rät, Regenwassertonnen stets abzudecken, damit keine Tiere darin ertrinken. Gegen Gelsen helfen laut demselben Gartentipp Deckel, luftdurchlässige alte Gardinen oder Insektenschutznetze.

Warum sich Regenwasser lohnt

Laut „Natur im Garten“ spart gesammeltes Regenwasser nicht nur Trinkwasser, das laue, kalkfreie Wasser bekomme auch den Pflanzen besonders gut (Seite Regenwassernutzung). Im Gartentipp heißt es, Regenwasser sei weich, habe also einen geringen Wasserhärtegrad, sei jahreszeitlich passend temperiert und bekomme Pflanzen besser als eiskaltes Leitungswasser. Leitungswasser kann laut dem Beitrag „Regenwasser clever nutzen“ durch hohen Kalkgehalt hart sein, was zum Beispiel Zitruspflanzen, Heidelbeeren und Moorbeetpflanzen gar nicht vertragen.

Welche weiteren Geräte vor dem Winter eine Pflege brauchen, lesen Sie unter Gartengeräte einwintern; was im Garten im November sonst ansteht, im Gartenkalender November.

Kurz zusammengefasst

  • Tonne im Spätherbst entleeren – Eis dehnt sich aus.
  • Wasser im Garten versickern lassen.
  • Regensammler am Fallrohr nach Herstellerangabe umstellen oder abnehmen.
  • Auslaufhahn offen lassen.
  • Tonne umgedreht lagern.
  • Frostsichere Bauweise nur nach Herstellerangabe vertrauen.

Das brauchen Sie dafür

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Weitere Beiträge zu Werkzeug und Technik finden Sie in der Rubrik Gartengeräte & Technik.

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